Hauptmenü

Foto: pixelio.de

Porta Westfalica – das deutsche Woodstock 1979

 Ich habe mich immer gewundert, welch ein Kult bis heute um Woodstock gemacht wird, denn auch unser Land hatte sein „Woodstock“; und dieses stufe ich sogar höher ein als sein amerikanisches Vorbild.

1979; in Porta Westfalica; ereignete sich eine der größten Sternstunden der bundesdeutschen Nachkriegsgeschichte. Porta Westfalica liegt in Nordrhein-Westfalen zwischen Minden und Vlotho in waldreicher Gegend.

Das dort angekündigte Festival war der Nachfolger des schon legendären Deutschrock-festivals in Vlotho, zu dem zuletzt über 10000 Besucher gekommen waren. 1979 wurde es in eine gewaltige Kiesgrube innerhalb eines Waldgebietes verlegt. Erwartet wurden 15000 Besucher, doch es kamen an die 80000. Die Szenerie war gigantisch. Kilometerweit standen Zelte und überall wimmelte es von jungen Leuten; sogar in den nahen Wäldern hausten etliche Freaks.

Edgar, mit dem ich mitfuhr, brach frühzeitig auf, sodass wir das Gelände schon Freitag Mittag, am ersten Tag erreichten. Es war nicht ganz einfach, dort hinzukommen, doch Edgar musste, denn er hatte die Musikanlage und diverse Musikinstrumente dabei. Er selbst hatte vor, mit „Embryo“ aufzutreten. Schon 10 km entfernt waren die Straßen und Feldwege von Autos völlig zugeparkt, und nur mit einem speziellen Festivalausweis konnten wir im Schritttempo bis zum Gelände weiterfahren. Endlose Schlangen strömten von allen Seiten herbei; trotzdem war keine Hektik oder gar Aggresion zu spüren, im Gegenteil, die all­gemeine Stimmung war ausgesprochen friedlich und geduldig.

 Da wir uns nicht vorstellen konnten, dass und wie der Essens- und Getränkenachschub bei diesen Massen funktionieren sollte, kehrten wir nach dem Ausladen noch einmal um und deckten uns beim nächsten kleinen Ort mit Lebensmitteln ein. Der Ort war längst in der Hand bunt gekleideter, langhaariger Gestalten und der einzige Supermarkt dort war brechend voll.

Es war ein Anblick ohnegleichen: Männer mit bunten Hosen und nacktem Oberkörper und Frauen mit langen wallenden Kleidern; manche waren sogar in Badekleidung, und etliche junge Mädchen schossen den Vogel ab, indem sie, nur mit knappen Bikinihöschen bekleidet, einkauften. Die Angestellten hechteten nervös hin und her; so etwas wie heute hatten sie in diesem abgelegenen Dorf bestimmt noch nie erlebt.

 Wieder auf dem Gelände, begab ich mich als erstes auf einen Erkundigungsrundgang. Es gab eine große Bühne und zwei kleine; zusätzlich wurden an verschiedenen Plätzen Aktivitäten und Workshops angeboten. Die Auswahl war groß; sie ging von Bodypainting über Mantrasingen und Pantomime bis hin zu Trommelkursen.

Die auffälligsten Gruppierungen waren auf der einen Seite die asketisch wirkenden Krishna- Jünger, alle kahl geschoren, nur mit einem Haarbüschel am Hinterkopf; auf der anderen Seite waren die Sannyasin (Anhänger von Bhagwan), fast alle mit langen Haaren und Hippie-Outfit. Ihr Markenzeichen war ihre Kleidung, zwar westlich, aber nur in Orange- und Rottönen, dazu die Mala mit dem Bild des Gurus um den Hals. Sie hingen meist als Gruppen zusammen und verbrachten die Zeit mit ekstatischen Tänzen zu den Klängen der Musik, soweit sie nicht paarweise am Boden lagen und miteinander herumknutschten.

 An zwei Stellen, am oberen Rand der Kiesgrube, lagen dicke Schläuche, aus denen permanent Wasser floss. Schon bald wurden sie magischer Anziehungspunkt für viele, die dort  Abkühlung suchten. Im Laufe der Zeit entstanden dort Schlammgruben; die ersten begannen, sich nackt darin zu wälzen, laute Lustschreie von sich zu geben und die Vorbeigehenden mit Schlamm zu bewerfen. Was so klein und harmlos begonnen hatte, artete bald in einer Riesen­schlammschlacht aus. Tausende, alle splitternackt, wühlten im Sumpf, rangen miteinander und warfen mit Schlamm um sich. Es war ein unglaublicher Anblick von archaischer Aus­gelassenheit. Ich brauchte einige Zeit, um meine Scheu zu überwinden; doch dann wurde ich von dieser echt geilen Situation mitgerissen und konnte nicht vorbeigehen, ohne mich ebenfalls in den Schlamm zu stürzen. Dabei war natürlich jede Art von Kleidung ein Hindernis und so kam es, dass die Zahl derer, die ganze Zeit und überall nackt herumliefen, rasant anstieg. Etliche ließen sich von „Bodypaintern“ mit richtigen Bildern und Ornamenten schmücken und liefen quasi als lebende Kunstwerke herum. Andere entdeckten ihre eigene Kreativität und malten sich gegenseitig an. Es war einfach unglaublich, was hier geschah!

 Schon am ersten Nachmittag war eine Gruppe mit einem Schwarzsender zugange. Da es nicht möglich war, von der Kiesgrube aus zu senden, suchten sie nach einem geeigneten Platz hoch oben in einem Baumwipfel. Bevor die Sonne unterging, wurde unter enthusiastischem Freuden­­geheul verkündet, dass es gelungen war, den lokalen UKW-Sender des Westfalen­funks lahm zu legen und gleich auf einer benachbarten Frequenz den Sender „Porta Westfalica“ zu installieren. Sie sendeten von da an fast rund um die Uhr, übertrugen die Lifekonzerte und riefen zwischendrin die Jugendlichen auf, nicht mehr in die Schule zu gehen, auf Erfolg und Karriere zu scheißen und stattdessen nach seinen tiefsten Idealen zu leben. Tatsächlich stieg die Anzahl der Jugendlichen unter den Festivalbesuchern deutlich an.

Foto: pixelio.deAm Samstag sah es aus, als würde die Versorgung zusammenbrechen, denn der Strom der Neuankömmlinge schwoll gewaltig an, und die wenigen Essensstände auf dem Gelände waren völlig überfordert. Um irgendetwas zu bekommen, musste man stundenlang anstehen.

Da entstand doch tatsächlich eine Initiative von unten: Eine kleine Gruppe organisierte, dass Lastwagen mit Getränken und Grundnahrungsmitteln kamen; allerdings konnten sie nicht in die Kiesgrube hinunterfahren, denn die Zugangswege glichen eher Schlammlöchern als Auto­pisten. Erstaunlicherweise war dies kein Problem, denn eh ich mich versah, hatte sich eine Schlange von ca. 200 Menschen gebildet, mit der die Getränketräger und Lebensmittel nach unten gereicht wurden. In riesigen Wannen schnitten wir Gemüse, bereiteten Rohkostsalate  und Obstsalate zu. Die aktivsten Helfer, zu denen auch ich zählte, bekamen das Essen kostenlos.

 Doch es gab auch Leute, denen unser „Happening“ ein Dorn im Auge war. Erst vereinzelt, dann in immer kürzeren Abständen kreisten Polizeihubschrauber über unseren Köpfen, bis zuletzt eine ganze Armada bedrohlich über unseren Köpfen dahinknatterte.

Riesige Steine wurden herbeigerollt und weithin sichtbar mit Buchstaben bemalt: „Bullen verpisst euch!“ lautete die Botschaft. Tatsächlich, es half; es kamen immer weniger und in immer größeren Abständen.

An diesem Platz spielten sich für mich zeitlebens unvergessliche Szenen ab; unter anderem erinnere ich mich noch lebhaft daran, wie bei Gluthitze die Musiker von „Checkpoint Charly“ auftraten, die damals bekanntesten Vertreter des „Schwaben Rock“. Mit „Hanoi“ begrüßten sie das Publikum, das auch sofort begeistert bei ihrem „Live-Act“ mitging. Als sie ihren Hit „Du sollst dein Leben nicht den Schweinen geben“ intonierten, tobten die Massen und Tausende sangen den Refrain mit.

Es herrschte auf dem ganzen Gelände eine unbeschreibliche Stimmung, wie ich sie so nie wieder erlebt habe. Das ganz Besondere war die absolut friedvolle Atmosphäre: Keine Besoffenen – keine Schlägereien oder auch nur dumme Anmache. Die Vereinzelung und Gespaltenheit der deutschen Seele hatte sich in groovender Gemeinsamkeit aufgelöst.

In der Abenddämmerung näherte sich ein Krankenwagen mit Blaulicht. Ich hörte, dass ein junges Mädchen gerade ein Kind geboren hätte. Mit Hilfe Hunderter von Händen wurde sie nach oben gereicht. Ich sah sie nur noch in weiter Ferne mit einem kleinen nackten Bündel in der Hand, wie sie den Zurückgebliebenen zuwinkte, bevor sie in den Krankenwagen einstieg.

 Die Zeit verging wie in Flug. Überall gab es mitreißende Konzerte interessante Clown­darbietungen, Pantomime und noch vieles andere mehr, so dass es schier unmöglich war, alles mitzubekommen. Ehe ich mich recht versah, war es Nacht und damit Zeit für die Stars des Abends, „Embryo“ aus Bayern. Ich kannte die Gruppe; es ist die wohl älteste Jazzrockband Münchens, doch ich mochte nie so richtig; sie war mir einfach zu kopfig. Doch ich musste gestehen, dass ich nicht auf dem Laufenden war. Sie waren vor eineinhalb Jahren auf dem Landweg nach Indien gefahren und gerade von ihrer langen Reise zurückgekommen.

Um Punkt Mitternacht erklangen göttliche Töne. Schalmeien, Sitar und afghanische Flöten untermalten ihre Musik. Ich stand mit offenem Mund da und konnte kaum glauben, dass dies die gleiche Band sein sollte, die mir früher eher auf die Nerven gegangen war. Das Konzert war einfach grandios und für mich gleichzeitig die Geburt der heute so bekannten „World-Musik“. Gebannt lauschte ich den Tönen, als plötzlich eine splitternackte Frau voller Blut auf die Bühne stürmte. Sie hielt ein kleines schreiendes Würmchen in die Luft und rief voller Begeisterung:

„Hey Leute, gerade habe ich eine gesunde Tochter geboren, und das mitten unter euch, in dieser so magischen Stunde, auf diesem so heiligen Platz. Ich gebe ihr hiermit, vor euch allen als Zeugen, den Namen „Porta Westfalica, als Erinnerung an diesen größten Moment meines Lebens!“

Tosender Applaus von Tausenden brandete auf. Es war eine magische Stunde, einer dieser, die mir bis ans Ende meines Lebens unvergesslich bleiben werden.

 Am nächsten Morgen um 7.00 Uhr, ich bin Frühaufsteher, irrte ich schon durch das Gelände. Überall lagen Schlafende in Schlafsäcken herum, doch Ruhe herrschte trotzdem keine. Aus der Ferne hörte ich ekstatische Grunzgeräusche und Lustschreie. Mich zog es zu den beiden Schlammgruben und tatsächlich, immer noch oder schon wieder vergnügten sich junge, nackte Menschen im Sumpf.

„Wenn das kein archaisches Zeichen des Protests gegen unsere Gesellschaft von Krawatten­heinis und Schickimickiweibchens ist!“ Und es macht Spaß, riesigen Spaß sogar! Ein Spaß, der 24 Stunden, rund um die Uhr, kein Ende nehmen wollte.

 Beim Weitergehen entdecke ich, dass die Hare Krishnas schon warme Getränke, nämlich Yogitee, anbieten. Ich bin einer der ersten dort und werde freundlichst begrüßt und genieße mein Frühstücksgetränk.

Als ich zwei Stunden später wieder an der gleichen Stelle vorbeikomme, sehe ich wie sich dort eine Gruppe splitternackter Frauen anstellt. Die Krishna-Jünger, fast alles nur Männer, trauen sich gar nicht genauer hinzuschauen. Ihr Glaube verlangt von ihnen, sich der Sexualität zu enthalten und den Liebesakt nur an den fruchtbaren Tagen der Frau zu vollziehen, mit dem Ziel, Nachkommen zu zeugen. Echt, sie tun mir richtig leid, wie sie mit ernsten Mienen den Sturm übermütiger Nymphen, die sie necken und an ihnen herumzupfen, zu überstehen versuchen.

Im Laufe des Tages komme ich in Kontakt mit so einer „Nymphe“; sie ist Sanyassin, Anhängerin Bhagwans also, und erzählt mir viel von ihrem Meister und seinem Ashram in Poona:

„Früher war ich eher spießig, eine normale deutsche Mutter und Hausfrau eben. Durch meine Tochter hörte ich zum ersten Mal von dieser Bewegung, war bald genau so begeistert wie sie und wurde Mitglied. Mein Mann war darüber entsetzt; er teilte natürlich die Meinung der bürgerlichen Presse, und so trennten wir uns. Ich sag es dir, ich war richtig froh darüber; endlich konnte ich meine Sexualität ohne schlechtes Gewissen ausleben – unser Meister sagt nämlich, man solle alle Teile seines Daseins voll und ganz ausleben – nur so erreicht man die wahre Erleuchtung!“

„Stimmt das, was die Presse behauptet, dass in Poona dort die reinsten Sexorgien statt­finden?“

„Ich kann dir dazu nur sagen, es ist einfach toll, was dort abläuft. Innerhalb von drei Tagen habe ich es mit mehr Männern getrieben, als in meinem ganzen bisherigen Leben zusammen. Und es war echt geil.“

Ich wusste gar nicht, was ich dazu sagen sollte. Nach einer Weile betretenen Schweigens legte sie zu meinem Erstaunen sogar noch nach:

„Hey Typ, hast du Lust auf einen geilen Fick! Wenn ja, dann komm mit!“

Es war schon komisch; diese Frau, deren Namen ich nicht einmal wusste, bot mir einfach so, kostenlosen Sex an. Sie erhob sich, und obwohl ich eigentlich gar nicht wollte, tappte ich dann doch hinter ihr her, aber mehr aus Neugierde als aus Lust. An ihrem Zelt angekommen, sagte sie:

„Ich bin mit einer alten Freundin hier auf dem Festival und möchte nicht, dass sie etwas mitbekommt. Also, fünf Minuten haben wir Zeit für einen Quickie, aber dann schleichst du dich wieder, verstanden?“

Diese Worte törnten mich vollends ab, und ich suchte, so schnell ich konnte, das Weite.

Hatte sie das im Ernst gemeint? Ich dachte immer, Frauen stehen nicht auf die schnelle Tour, fühlen sich dabei überrumpelt und bleiben frustriert und unbefriedigt zurück?

 Ich sah diese Frau noch ein paar Mal von Ferne, aber sie würdigte mich keines Blickes mehr.

Dann ging es weiter, und ich stürzte mich wieder ins Getümmel. Zweifellos, die vielen nackten Frauen waren schon ein heißer Anblick, doch dieses negative Erlebnis nahm mir für den Rest der Zeit den Mut, mit einer von ihnen anzubandeln und das, obwohl hier heiße Szenen abliefen. Zweimal sah ich nackte Pärchen vereinigt daliegen und sich völlig ohne Hem­mungen in- und miteinander bewegen, doch mit Porno hatte dieser Anblick wenig zu tun, eher etwas mit Tantra. Ganz sanft und mit entrückten Gesichtern gaben sie sich ihrem Liebesspiel hin.

Im Laufe des Sonntags zeigte sich, dass die Mehrheit der Besucher keine Lust hatte, abzu­reisen. Auch Edgar hatte es nicht eilig, und so blieben wir und harrten der Dinge. Etliche kleinere, weniger bekannte Musikgruppen sprangen spontan ein und genossen es, vor ungewohnt großem Publikum zu spielen, dass ihren Darbietungen lauschte und Beifall klatschte.

Unterdessen propagierten einige die Idee, einfach dazubleiben und den Freistaat „Porta Westfalica“ auszurufen, doch dieser Gedanke kam zu spontan und blieb deshalb nur ein Traum. Allerdings bildeten sich Telefonketten mit dem Ziel, dies vielleicht doch noch, im nächsten Sommer, in die Tat umzusetzen.

Etwas traurig lief ich oberhalb der Kiesgrube entlang und beobachtete den Aufbruch der Massen.

- Mein Gott, es sah wirklich wie ein Schlachtfeld aus! Berge an Müll, soweit das Auge reicht!

Während ich noch darüber nachdachte, warum das so sein muss, ging ein junger Mann ans Mikrophon der großen Bühne:

„Mensch Leute, ihr wollt doch nicht etwa einfach so abhauen und so einen Saustall hinterlassen! Wir wollen doch alle wiederkommen und brauchen dazu die Zustimmung des Ordnungsamtes. Zeigt ihnen, dass wir keine Chaoten und Kaputtnicks sind.

Hier oben bei mir werden blaue Müllsäcke verteilt. Helft mit, den Müll aufzusammeln, für euch, für uns für alle, als ein Geschenk für dieses einmalige Erlebnis, an welchem wir hier die letzten Tage teilnehmen durften.“

Und es geschah tatsächlich ein Wunder, wie es eben nur in Porta Westfalica geschehen konnte. Es war, als ob ein Schwarm von Ameisen losgelassen worden wäre. Von allen Seiten strömten junge Menschen durchs Gelände und sammelten alles, dessen sie habhaft werden konnten. Nach nur einer halben Stunde stieg ich noch einmal den Hügel hinauf und bestaunte das Wunder. Alles war wieder grün, genauso wie vor unserem Kommen.

Der Sprecher dankte noch einmal uns allen für die tolle Mithilfe, wünschte uns einen guten Nachhauseweg und bat uns, Porta Westfalica weiter in unseren Herzen zu tragen.

Kaum wieder in der Zivilisation, sprangen uns die Schlagzeilen auf der ersten Seite der Bild­zeitung in die Augen:

„Größtes Hippie- und Chaotentreffen aller Zeiten auf deutschem Boden“ und dann auf der letzten Seite ein Bild, wie Nackte im Schlamm wühlen, mit den Zeilen, „Alles versank in Dreck und Chaos - sie führten sich auf wie eine Horde Schweine – Deutschland, quo vadis?“

Kein Wort von der tollen friedvollen Stimmung, den wunderbaren Konzerten und den vielen kreativen Ereignissen.

Da konnten wir wirklich auch nur sagen:

„Deutschland, quo vadis, wenn diese Hetzkampagnen das Bewusstsein der deutschen Bevölkerung formen und beeinflussen?“

Tatsächlich wurde das Festival die darauffolgenden Jahre verboten; doch „Porta Westfalica“ blieb in den Herzen und Köpfen derjenigen, die dabei waren.

1981, zwei Jahre später, wurde die Telefonkette aktiviert, und der Traum erhielt damit neue Nahrung. Ich wurde angerufen und gab die Infos weiter.

Im August 1981 soll es soweit sein. Wir scheißen auf eine Genehmigung, wir fahren einfach hin und veranstalten unser Festival; doch diesmal bleiben wir dort und rufen den Freistaat „Porta Westfalica“ aus.

Unter vorgehaltener Hand verbreitete sich die Nachricht wie ein Lauffeuer; doch was wir nicht wussten, wir waren längst von Spitzeln unterwandert. Auch die Polizei war bestens informiert, und so kam es zu einem Großeinsatz wie in Brokdorf und Wackersdorf, nur in der Presse  und in den Massenmedien wurde dies mit keinem einzigen Wort erwähnt. Die Orga-nisatoren wurden alle schon im Vorfeld abgefangen, und so kam es, dass die Aktion kurzfristig abgeblasen wurde: „Big Brother is watching you!“

 Schade, wirklich schade, doch die Erfahrung, dass das Unmögliche möglich ist, bleibt in meinem Herzen zurück und wartet auf ihre Erfüllung, irgendwo – irgendwann!

 


Bei Wer kennt wen teilen
0
 Porta Westfalica  das deutsche Woodstock 1979 Deinen Freunden im VZ zeigen.
0
 Porta Westfalica  das deutsche Woodstock 1979 Deinen Freunden auf MySpace zeigen.
0
Delicious
0
0
Porta Westfalica  das deutsche Woodstock 1979 - Auf Twitter teilen.
Porta Westfalica  das deutsche Woodstock 1979 - auf LinkedIN teilen
0
Porta Westfalica  das deutsche Woodstock 1979 - Auf Google Plus teilen.
0
 Porta Westfalica  das deutsche Woodstock 1979 Ihren Kontakten auf Xing zeigen.
0


Sei der erste, dem das gefällt