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Die Reaktion in Griechenland

 Das Echo auf unsere Aktion „Solidarität mit Griechenland“ war für uns ein wunderschönes Erlebnis! Die Nachricht verbreitete sich binnen 2 Tagen im ganzen Land. Die Leute haben sich so darüber gefreut. Überall haben uns die Leute angesprochen, zugewinkt, umarmt, sich bedankt, uns eingeladen. Sie sagen, diese Tat hat ihnen ihre Würde zurückgegeben. Sie wissen jetzt, dass das sie nicht im Stich gelassen sind, dass nicht alle Europäer schlecht über sie denken, sondern dass wenigstens ein Teil der deutschen Bevölkerung sie versteht, schätzt und achtet. Es geht ihnen nicht um das Geld, sondern um die Geste, von Gleichheit, Respekt, Gerechtigkeit.

Diese Aktion hat ihre griechische Seele angesprochen. Der Kern der griechischen Mentalität ist ein Begriff, den es in keiner anderen Sprache gibt, und der am ehesten mit "Würde" übersetzt werden kann. Nämlich: Rechtschaffenheit, Selbständigkeit (jede griech. Familie hatte ihren kleinen Familienbetrieb, bevor durch die Krise viele in den Ruin gerieten), der Grieche bettelt nicht, stiehlt nicht, eher bringt er sich um (es gab viele Suizide wegen Verschuldung); Sie drängen sich nicht auf, treten eher bescheiden auf, bedanken sich sehr höflich; Gastfreundschaft: Der Grieche hilft gern (das haben wir schon vor der Aktion erlebt), gibt von sich aus gern was er kann, darin besteht sein Stolz. So haben wir gelernt was mit dem "Stolz" der Griechen wirklich gemeint ist.

Die Griechen haben nichts gegen die Deutschen, sie haben sie sogar als besonders angenehme und offene Touristen erlebt. Sie unterscheiden sehr wohl zwischen dem damaligen Nazi-Regime und den heutigen Menschen. Sie würden sich wünschen, dass die Deutschen das mit ihnen auch tun: unterscheiden zwischen den korrupten Regierungen und der griechischen Bevölkerung. Sie arbeiten viel, und wollen nicht von fremdem Geld abhängig sein. Wenn jemand etwas besonders gut organisieren soll, sagen sie: mach es auf die deutsche Art. Umgekehrt können wir uns an ihnen auch ein Beispiel nehmen: Herzenswärme, Hilfsbereitschaft, Gefühl für Gleichwertigkeit, Mitgefühl.

Wir wurden auch nach Kreta gebeten, wo die Nazis 1943 besonders viele Massaker angerichtet haben; in einigen Dörfern hatte damals kein einziges Kind mehr einen Vater. Wie gesagt, die Kreter hatten nichts gegen die Deutschen; allerdings als sie sich durch den deutschen Finanzminister und die deutschen Medien gedemütigt fühlten, begann die Stimmung sich gegen Deutschland zu wenden. Dann kam unsere Aktion. Die Stimmung schlug um, die Kreter sind begeistert. Wir sollten gleich kommen, für eine Friedenszeremonie, um die gute Stimmung zu festigen. Ein Dorf, Viannos, ebenfalls vom Massaker betroffen, lud uns ein, zahlte Flug, Hotel, alles, wir konnten kein Geld mehr ausgeben. Wir wurden zu Ehrenbürgern dieses Ortes ernannt. Ca. 40 Personen (Bürgermeister, Gemeinderäte, Verband der Opfer, Abgeordnete, Geistlichkeit) versammelten sich; es wurden über 10 Dankesreden an uns gehalten. Wir hielten auch eine und legten an der Gedenkstätte einen Kranz nieder. Wir wurden von verschiedenen namhaften Personen, einschließlich dem Bürgermeister, zu opulenten Essen eingeladen. Die letzte Nacht waren wir von einer Familie in der Nähe des Flughafens eingeladen, ihre Freunde und Verwandte kamen, uns kennen zu lernen. Wir hatten gute Gespräche und lernten interessante und liebe Menschen kennen. Sie fuhren uns um 4 Uhr morgens zu unserem frühen Heimflug. Es war die großartigste Woche unseres Lebens.


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