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Peru:

Das Inka-Festival in Puno:

Wir sind in Puno angekommen, der Folklorestadt am Titicacasee; die Stadt liegt auf der peruanischen Seite des Sees und der Grund fuer uns, dorthin zu fahren, wae das alljaehrlich dort in der ersten Novemberwoche stattfindende Inka-Festival. Abgestiegen sind wir im Qoñi Wasi; das ist Quechua und bedeutet "Warme Huette". Die Inkas waren die Herrscher und ihr Fussvolk die Quechuas. Doch dieser Stamm bestand nicht nur aus Nomaden und Kriegern, wie vergleichbare nordamerikanische Indianer, sondern grosse Teile waren als Bauern und Haendler sesshaft. Sie haben sich schnell mit den Spaniern arrangiert und teilweise sogar vermischt. Deshalb ist ihnen, genauso wie dem anderen grossen Stamm der Aymaras, die Dezimierung, fast bis zur Ausrottung erspart geblieben. Deshalb gibt es in Peru und Bolivien einen hohen Anteil an Mestizen und Ureinwohner; sie haben sich ihre indianische Identitaet bewahrt, auch wenn sie viele spanischen Elemente, wie z.B. das Christentum mit in ihre Kultur hieneingenommen haben. Was ihr Verhaeltnis zu den Inkas betrifft, kann man von einer Rueckkehr zu alten Wurzeln sprechen.

Wegen der Regenzeit sind Veranstaltungsort und -zeit nicht 100% festgelegt. Geplant war der Beginn um 8 Uhr morgens, doch es hatte in der Nacht geregnet. Um 10 Uhr gab der Mann an der Rezeption unserer Pension das Startzeichen zum Aufbruch. Wir fuhren mit enem Mikrobus zu einem Platz, so gross wie ein Fussballplatz, nahe am Titicacasee, auf dem eine grosse Buehne aufgebaut war. Nahe dem Ufer ankerten vier schoen geschmueckte Schiffe, eines davon mit einem Riesen-Sonnensymbol. Um den Veranstaltungsplatz herum sassen und standen einige tausend Menschen; zwischen ihnen lief eine Menge fliegende Haendler herum und priesen ihre Waren an.

Ueber Mikrophon wurde angekuendigt, dass gerade der Inka-Koenig Manco Kopak und seine Frau an Land gegangen seien; es dauerte noch beine halbe Stunde, bis wir sahen, wie von 20 jungen Maennern eine Saenfte mit dem Herrscherpaar, auf einem reichlich geschmueckten Thron sitzend, auf den Platz getragen wurde. An dem Spektaktel waren ca. 200 Schauspieler beteiligt, alle in praechtigen Gewaenderen; junge Maedchen mit Opfergaben, vor sich her tragend, Krieger mit vorne angespitzten Speeren, Priester mit langen wallenden Gewaendern; das Herrscherpaar selbst trug lange Maentel, er mit einer Sonne auf dem Ruecken und einem Stirnband mit Sonnenstrahlen, sie mit einem Mond. Beide nahmen Platz auf der Buehne und nahmen die Huldigungen des Volkes entgegen. Der Hofstaat bewegte sich in ener einstudierten Schrittfolge vor dem Thron, der Feuermann hatte unterdessen eine Feuerstelle eroeffnet, der Oberpriester mit Federkrone auf dem Haupt, beaufsichtigte alles. Es waren schon ueber zwei Stunden des Spektakels vergangen, als ein LLama und sein Junges, bunt geschmueckt, auf den Platz gebracht wurden; das Junge straebte sich mit allen Mitteln. "Sie werden es wohl doch nicht schlachten", rief Nina entsetzt! Tatsaechlich, die Mutter wurde weggefuehrt, das kleine LLama-Baby auf den Boden gedrueckt und ihm ein Messer in den Bauch gestossen. Das Blut wurde in einem Gefaess aufgefangen und dieses von den Oberpriester mit der Federkrone im Laufschritt zum Inka gebracht, der zuerst daraus trank und danach auch sene Frau. Inzwischen schnitt der Zeremonienmeister dem toten LLamababy das Herz aus dem Koerper und legte es in ein weiteres Gefaess, welches ebenfalls zum Herrscherpaar gebracht wurde. Der Inka segnete es und gab es dem Oberpriester zurueck.

Das Spektakel war beeindruckend, doch der letzte Teil missfiel mir; musste der Tod dieses armen unschuldigen Tieres denn wirklich sein? Sind das nicht Gott sei Dank laengst ueberholte Sitten? Insgesamt hatte das Zeremoniell ueber 3 Stunden gedauert; kein Einziger hatte seinen Platz vorzeitig verlassen! Ich muss zugeben, dass Nina und ich dem Geschehen gebannt gefolgt waren.

Die Quechuas und Aymaras, die beiden grossen Ureinwohner-Voelker Perus und Boliviens waren ja lange Zeit von anderen ( erst den Inkas, dann den Spaniern) unterworfen und unterdrueckt worden. Doch den Spaniern wuerden sie niemals so eine Auffuehrung widmen! Koennte es sein, dass sie nachtraeglich die Herrschaft der Inkas idealisieren? Ich nehme an, dass ihnen die Kultur der Inkas naeher war, als die christliche der Spanier, obwohl sie heute laengst alle Christen sind. doch warum feiert dann die heidnische Vergangenheit jedes Jahr wieder mit allem Pomp Auferstehung? Auf jeden Fall war es hoechst beeindruckend, wie sie alte, laengst vergangene Zeit wieder aufleben liessen!

Die schwimmenden Inseln im Titcacasee und ein Erlebnis der besonderen Art:

In der Frueh besteigen wir im Hafen von Puno ein Boot, eine gebuchte Fahrt von zwei Tagen zu den schwimmenden Inseln von "Los Uros", "Amantani" und "Taquile"; unser Guide spricht nur schlecht Englisch, was mich zuerst nicht sonderlich stoerte. Links und rechts von uns riesige Teppiche aus Schilf, nur die Fahrrinne, durch die wir uns bewegen, ist frei.

Nach 45 Minuten erreichen wir eine winzige Schilfinsel, auf der gerade 6 Haeuser stehen; dort empfaengt uns der Chef und einige Frauen. Vor einer Schautafel erklaert er uns, wie die Inseln entstanden sind. Auf torfaehnlichen Wurzelstuecken wachsen Schilfstaengel; die Aymaras, die Bewohner fahren mit ihren Booten umher, schneiden die Schilfstangen und bedecken damit den Boden ihrer Insel; die Schicht muss dick genug sein, dass sie darauf ihre Haeuser bauen koennen. Immer wenn es von unten her zu feucht oder die die oberste Schicht zu trocken wird und zerfaellt, muessen sie neue Schichten auflegen. Die einzelnen Teile der Insel werden mit Stoecken miteinander verbunden und die entstandene Insel mit Steinen beschwert, damit sie nicht davon schwimmen. Es gibt etwa 70 Inseln, die als "Los Uros" bezeichnet werden, ein Drittel davon haben sich dem Tourismus geoeffnet, der Rest will nichts von Fremden wissen und in Ruhe gelassen werden.

Der Chef "unserer Insel" betonte , dass er dank des Tourismus in die Schule gehen und Spanisch lernen konnte. Sein Grossvater noch wusste gar nicht, dass ausserhalb der Inseln eine andere Sprache als Aymara gesprochen wird. Unterdessen gibt es auf einer Nachbarinsel eine Grundschule und eine Krankenstation. Wir erlebten unsere Gastgeber als sehr freundlich; sie haben uns gleich in ihre Haeuser eingeladen. Das Haus, in dessen Innere meine Frau und ich schauen durften, enthielt ein Bett, eine Bank und ein Regal, auf dem ein Radio und ein kleiner Fernseher standen; sie werden mit Solarzellen betrieben, die fuer 2 Stunden Strom am Tag sorgen. Ihre Boote sind ebenfalls aus Schilf; es gibt sie in verschiedenen Groessen und mit und ohne Aufbauten. Vergleichbare Boote habe ich noch nirgendwo gesehen und halte es fuer eine grosse Kunst, ein Boot nur aus Schilf, ohne Holz, zu bauen! Thor Heyerdahl hatte sich vor Jahren von den Bewohnern dieser Inseln, ein Schilfboot, die Ra 2, bauen lassen, mit dem er dann von Westafrika nach Amerika gefahren ist. Die Bewohner der Insel, auf der wir gelandet sind, stellen fast alle wunderschoene Kunstgewerbe-Artikel (gestickte Wandgehaenge, ihre Boote im Kleinformat und vieles andere), her. Anderswo in Peru hatten wir noch keine solchen edlen Stuecke gesehen und so blieb uns gar nichts anderes uebirg, als einen dieser Wandbehaenge zu kaufen.

Danach wurden wir, verteilt auf mehreren Schilfbooten, zu einer anderen, groesseren Insel gefahren; dort herrschte Tourismus pur; Souvenirlaeden, Supermarkt, Restaurants - das war einfach zuviel und wir waren froh, als wir wieder auf unserem Schiff waren, allerdings nur anfangs!

Schon bei der 45minuetigen Ueberfahrt nach Los Uros war uns der ungewoehnlich starke Dieselgestank aufgefallen; er war so unangenehm, dass fast alle Mitfahrer sich draussen aufhielten. Kaum, dass wir die Inseln verlassen und auf den offenen See hinausfuhren, wurde unser Boot gewaltig von den Wellen durchgeschuettelt. Der Steuermann, ein junger, schuechtern wirkender Mann, wurde sichtlich nervoes, stellte immer wieder den Motor ab, lief nach hinten und hantierte am Motor herum; dabei hoerte ich, wie ihm ein aelteres Ehepaar von oben herab ein paar gute Ratschlaege gab. Er kam zurueck an seinen Steuerplatz, schaltete den Motor wieder an und kaempfte weiter gegen die Wellen. Es war nun wirklich kein Sturm; irgendetwas stimmte also nicht! Aus den Gespraechsfetzen bekam ich mit, dass Wasser in den Motor gekommen war und er jetzt Luft anzog, was die Kapazitaet des Motors schwaechte. Der Guide hatte sich voellig aus der Sache herausgenommen, sprach ploetzlich kein Wort Englisch mehr; Der Mann der Frau, die eine Lachsalve nach der anderen loslies, attackierte den blassen, schweigenden Steuermann mit dummen Kommentaren; drei Mitfahrer fanden die Situation auch lustig, gingen nach draussen ans hintere Heck und waeren fast von Bord gespuelt worden; patschnass und nicht mehr zu Scherzen aufgelegt, kamen sie zurueck. Wo ist eigentlich unser Guide? Warum greift er nicht ein und verhindert solche "Mutproben"? Die Wellen schwabten unterdessen ueber das Boot, Wasser drang von oben und hinten ein; Nina kaute verzweifelt an Cocoblaettern und ich begann jegliches Vertrauen in den Guide zu verlieren. "Wie kalt ist das Wasser?" "9 Grad, aber das macht nichts! Die Rueckfahrt wird noch schlimmer!" Wieder so ein bloeder Kommentar! Nina wollte, dass ich ihr die Gespraeche der spanisch sprechenden Passagiere uebersetze, was auch nicht gerade beruhigend auf uns beide wirkte. Wer hat hier eigentlich die Verantwortung? Wieder ein Versuch, die Insel Amantani anzusteuern; vergebens, der Motor war zu schwach, um gegen die Wellen anzukommen; ploetzlich drehte das Boot ab, steuerte die vorgelagerte Halbinsel an und legte dort in einer kleinen Bucht an. Die Passagierre gingen von Bord und suchten den Schutz einiger Baeume; der Guide hing an seinem Handy und war unansprechbar fuer die auslaendischen Touristen. Erstaunlich, wie regungslos die gestrandeten Passagiere alles hinnahmen und jegliche Verantwortung auf die offensichtlich voellig ueberforderte Crew des Schiffes abschoben. Endlich, der Guide kommt und teilt zweisprachig mit, dass wir nicht weiter nach Amantani, sondern zur naechsten groesseren Bucht der Halbinsel weiterfahren und dort uebeernachten werden. Morgen, wenn der Wellengang niedriger ist, soll die Fahrt weiter nach Taquile gehen! Nach einer Weile gehen alle wieder an Bord und das Boot nimmt Kurs auf die offene See Richtung Amantani. Was soll das? Hat der Guide uns angelogen? Hat er eindeutig! Da stoesst Nina einen Schrei aus, wie ich ihn in den 16 Jahren unseres Zusammenseins noch nicht erlebt habe und zeigt verzweifelt Richtung Halbinsel. Der Guide, jetzt echt erschrocken ueber Ninas Reaktion, entschuldigt sich und versucht sie zu beruhigen. Das Schiff faehrt unterdessen zurueck zu unserem Landeplatz - einer der Passagierre hat dort seine teuere Camera vergessen! Wir starten ein 2.Mal, wieder Richtung offenen See; ich bin stocksauer, sehe den verzweifelten Blick von Nina und bin auf dem Sprung nach vorn, um dem jungen Mann ins Steuer zu greifen. Der Guia hat endlich kapiert, dass er uns nicht mehr verarschen kann; dass Boot schwenkt ein und nimmt Kurs auf die naechste Bucht. Der Guia laeuft den Abhang hinauf; unterdessen wird unser Gepaeck ausgeladen und uns an Land geholfen. Der Guia kommt mit einem jungen Mann zurueck. "Kein Problem! Es ist alles fuer ihre Uebernachtung bezahlt und morgen um 8 Uhr kommt ein Taxi und bringt sie zurueck nach Puno", ruft er uns zu, bevor er wieder auf dem Boot verschwindet. Wir fuehlen, dass kein Wort stimmt, doch sind wir froh, dass wir diesem unsicheren Abenteuer entronnen sind! Ein letzter Blick zurueck auf das Boot; zwei, drei winken, die Anderen schauen in die andere Richtung, als ob wir etwas angestellt haetten.

Doch ich bin stolz! Wir sind aus einer Laemmerherde ausgebrochen, haben beherzt unser Schicksal selbst in die eigenen Haende genommen! Wenn ich an mein Leben zurueckdenke, stelle ich fest, dass es manche Situationen gab, in denen mir der Mut fehlte, so zu reagieren, wie es richtig gewesen waere; einmal haette es mir wohl das Leben gekostet, wenn Gott nicht direkt in das Geschehen eingegriffen haette (siehe mein Buch "Von einem, der auszog, die Erleuchtung zu erlangen"). Deshalb kann ich Ninas Reasktion nicht nur gut heissen, sondern sogar bewundern. Wieviel Unglueck ist in der Geschichte passiert, weil sich Menchen wie eine Schafherde in eine Richtung treiben liessen und keiner den Mut fand, seiner Intuition und seinem Herzen zu folgen.

Machu Pichu Nein danke!

Fuer die meisten Peru-Reisenden ein Muss - fuer uns nicht! Die billigste Moeglichkeit dorthin zu kommen und deshalb mit einigen Strapazen verbunden, kostet 170 US-Dollar; normal sind 250 Dollar und um sich auf dem Inkatrail auf Machu Pichu einzuschwingen ist man mit ab 350 Dollar dabei! Doch das finanziell ist nicht der einzige Grund, der mich stoert: Die peruanische Regierung hat Machu Pichu und noch dazu seine Bahnlinien an auslaendiche Gesellschaften verkauft, die jetzt das grosse Geschaeft damit machen! Wir haben uns erkundigt, was es kosten wuerde, mit dem Zug von Puno nach Cusco zu fahren; es sind 12x soviel als mit dem Bus; nur die Superreichen koennen sich das leisten, die Peruaner schon gar nicht; die Bahn gehoert einem chilenischen Unternehmen! Das naechste Argument gegen Machu Pichu ist, dass jeden Tag 1000e Touristen durch die Anlagen laufen, was die einmalige Atmosphere massiv stoert; es gleicht eher einem Freiluft-Theater als einem spirituellem Erlebnis! Und noch ein wichtiges Gegenargument; Machu Pichu wird es nicht mehr lange geben, wenn denn Touristenmassen kein Einhalt geboten wird, denn die Anlage vertraaegt den Ansturm nicht. Es wird schon bald in den Abgrund stuerzen und damit unwiederbringlich verloren sein!

Peru - Auf Wiedersehen

Schon nach 10 Tagen haben wir Peru wieder verlassen und das, obwohl ich bei unseren Reisevorbereitungen mindestens einen ganzen Monat dafuer eingeplant hatte; Mir erschien dieses Land als das interessanteste in ganz Suedamerka! Doch da gibt es den "Lonely Planet", die Bibel der Rucksacktouristen; wir haben die Ausgabe von 2010 und da stehen beunruhigende Dinge ueber Peru drin, die uns einige Naechte lang schlecht schliefen liessen! Taschendiebe an allen Bus-Terminals und Touristenattraktionen, falsche Taxifahrer und Polizisten, die Touristen an abgelegene Plaetze entfuehren und ausrauben, Wuerger und Greifer, die auf dich lauern, wenn du zu frueh oder spaet abends unterwegs bist! Ein aelterer Franzose, den wir in Chile trafen und der alle Laender Amerikas bereist hat, ausser Uruquay, warnte uns ebenfalls vor Peru. So wurden wir immer unruhiger, dehnten unsere Zeit in Chile laenger aus als geplant und reisten schliesslich erst nach Bolivien, statt nach Peru. Doch das Inkafest in Puno, das groesste seiner Art, liess uns dann doch keine Ruhe und wir wagten uns ins "gefaehrliche" Peru. Wir sind anschliessend noch nach Cusco gereist, wo sich in der Naehe viele alte Inkastasetten befinden. Wir koenen die Berichte anderer Reisender nicht bestaetigen, im Gegenteil, was uns allerdings auffiel, war die hohe Polizeipraesenz, die wir als sehr beruhigend empfanden. Hat die Regierung und Polizei Perus auf die negativen Berichte reagiert? Schade, dass wir unsere urspruengliche Reisseplaene abgeandert haben! Die Zeit laeuft uns davon, wenn wir in Paraquay den Johannes aus Neumarkt besuchen und dann noch weiter zu den Wasserfaellen von Iguazu weiterreisen wollen. Danach geht es weiter ueber Argentinien nach Santiago und dann nach Patagonien! Es gibt tatsaechlich sowas wie Reissestress und wir haben ihn schon voll ausgekostet!


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